22.04.2015: Spezialführung in, durch und auf die Kollegienkirche in Salzburg

Mehrmals im Jahr findet in Salzburg eine Führung durch die Kollegienkirche am Grünmarkt statt. Informativ und kurzweilig geführt wurden wir von MMag. Christian Wallisch-Beitsching, der für die RenovierunGanz in weißg verantwortlich war. Mich hat schon immer gewundert, warum das Innere einheitlich in weißer Farbe und ohne Gemälde ist. Heute wurde uns das und vieles mehr erklärt.

Die Kollegienkirche, auch Universitätskirche genannt, war das zweit-wichtigste Werk von DEM Baumeister der damaligen Zeit, Fischer von Erlach, wie man aus seinen alten Unterlagen ersehen kann. 1696 bis 1707 wurde die Kirche im Stil des römischen Barock erbaut. Der Bau der längsgestreckten KreuzkupUnendliche Weitenpelkirche dauerte somit nur ca. 11 Jahre, was sehr wenig ist für eine Kirche dieser Größe. Nur zum Vergleich: die Renovierung dauerte ähnlich lang.

Erzbischof Johann Ernst von Thun finanzierte den Bau fast zur Gänze aus eigenen Mitteln und ließ sich auch nicht beirren, als sich der Besitzer des Nachbarhauses, Graf von Kuenburg (Kuenburgscher Langenhof in der Sigmund-Haffner-Gasse, ehemals Kirchgasse) durch den hohen Bau beeinträchtigt fühlte.

Besonders das Altararrangement ist einzigartig; ursprünglich wies die Kollegienkirche gar keinen Altar auf, es gab nur einen TabKirchenmitteernakel aus Stein. Rund um die Statue der Unbefleckten Jungfrau Maria finden sich 71 Engel, die sehr zart wirken neben den mächtigen Säulen links und rechts im Altarraum. Das Licht, das durch das Fenster hinter der Madonna den Raum erhellt, soll besonders schön sein in der Zeit von ca. 20. November bis Mitte Dezember am frühen Nachmittag.

Besuchern wird bestimmt schon die dunkle Stelle in der Mitte des Marmorkreises aufgefallen sein: es gab Zeiten, in denen KirchEiner von 4enmöbel verbrannt wurden, wenn es zu kalt wurde. Es ist auch heute noch besonders kalt in der Kirche, daher unbedingt eine warme Jacke und gute Schuhe für die Treppe zum Dach mitnehmen.

Der Weg über die steinerne Wendeltreppe geht zuerst bis zur halben Höhe, wo wir 4 wunderschöne, überlebensgroße Statuen bewundern durften. Weiter ging es dann auf der immer enger werdenden Treppe direkt unter’s Dach. Man befindet sich über der Wölbung es Hauptschiffes. Eine Stelle, die sicher wenige von uns je betreten haben.Aufgang zum DachUnter'm Dach

 

Wie bei vielen Kirchen gäbe es auch unter dem Kirchenraum etwas zu sehen: Seit den 1960-er Jahren wird die Gruft, in der viele Rektoren vor allem aus der Barockzeit bestattet sind, nicht mehr genutzt. Die Kollegienkirche wird explizit als Teil des Weltkulturerbes Salzburger Altstadt genannt. http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Kollegienkirche

Wer sich dieses bedeutende Juwel aus dem Barock genauer ansehen möchte hat schon bald wieder Gelegenheit dazu: die nächste Führungen werden laufend auf www.khg-salzburg.at angekündigt.


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